Inhalt - Ziele – Methode

Das Zeltlager wird primär von der Freikirchlichen Gemeinde Dorfen getragen. Die Gemeinde versteht das Zeltlager als Angebot für Eltern, die in einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft an einer christlichen Kinder - und Jugendarbeit interessiert sind oder diese kennen lernen wollen. Das Angebot gilt für alle Kinder gleich welcher Konfession oder Religion und selbstverständlich auch für Kinder ohne Bindung an eine christliche Kirche. Zentrale Ziele des Zeltlagers sind:

- Annahme und persönliche Wertschätzung des einzelnen Kindes durch die MitarbeiterInnen, in der die Liebe Gottes zum Ausdruck kommen soll
- Vermittlung biblischer Inhalte
- Förderung der Eigenaktivität der Kinder

Die Wertschätzung des einzelnen Kindes drückt sich u.a. in der hohen Mitarbeiteranzahl aus. So kommen auf einen Mitarbeiter ca. 3-4 Kinder. Das ermöglicht, dass sich MitarbeiterInnen Zeit zum Spiel, Gespräch, musizieren o.ä. für Einzelne oder eine kleine Gruppe nehmen können. In der morgendlichen Mitarbeiterrunde werden Probleme von Kindern besprochen, Lösungen gesucht und es wird für die Kinder speziell gebetet. Bei der Vermittlung biblischer Inhalte in den Andachten wird methodisch das Konzept der erlebnisunterstützten Pädagogik angewandt. Dies bedeutet u.a., dass die Kinder aktiv in verschiedenen Formen (z.B. Theateranspiel, basteln usw.) an der Andacht mitarbeiten. Darüber hinaus können die Kinder in verschiedenen Workshops kreativ das Lager mitgestalten. Auf diese Weise entstanden in den letzen Jahren beispielsweise ein 3 m hoher römischer „Triumphbogen”, ein Fahnenständer und viele kleinere Arbeiten. Daneben gibt es während des Lagers natürlich viel Zeit für Sport, Spiele, Turniere, Schwimmen und Streiche (s. Fotos) - aber dabei unbedingt die drei Regeln für Streiche beachten G:

1. Es darf nichts kaputt gehen.
2. Es muss genial oder zumindest originell sein.
3. Nicht erwischen lassen.

(Wer erwischt wird, muss mit drakonischen Strafen rechnen, wie Abspritzen mit dem Gartenschlauch, Bussi für die Nacktschnecke oder Autoputzen des Lagerleiters usw. D)

Das Team

Der Stamm des Zeltlagerteams setzt sich aus MitarbeiterInnen der Freikirchlichen Gemeinde Dorfen zusammen. Dazu kommen ergänzend MitarbeiterInnen aus anderen freikirchlichen Gemeinden. Die meisten MitarbeiterInnen bringen Erfahrung aus der Kinder- u. Jugendarbeit mit. Einige verfügen über eine Ausbildung zur Erzieherin bzw. Lehrerin.

Küche

Die letzten Jahre hatten wir das Vorrecht von einem ausgebildeten Koch mit edelsten Speisen aus der Aldiküche verköstigt zu werden. Auch heuer steht uns wieder ein Berufskoch zur Verfügung, der aus Aldigerichten Käfermenues zaubern wird. Zwei weitere MitarbeiterInnen verstärken unseren Koch im Küchenzelt.

Unterbringung

Die Kinder werden in Gruppenzelten untergebracht, die je nach Größe 6-12 Personen Platz bieten. In jedem Zelt schläft mindestens ein Betreuer (Jungenzelte) bzw. Betreuerin (Mädchenzelte) mit. Nach Möglichkeit werden Wünsche der Kinder bezüglich der Zeltaufteilung berücksichtigt (zur Vermeidung dicker Krokodilstränen, weil die beste Freundin eine Ewigkeit weit entfernt im Nachbarzelt schläft und ähnlicher Katastrophen). Für die Essenszeiten, Plenum und für Aktivitäten bei Regenwetter steht ein großes neues Aufenthaltszelt bereit.

Heimweh

Jedes Jahr kommt es vor, dass einzelne Kinder schrecklich Bauchweh in Verbindung mit Heimweh bekommen. Eine wahrhaft unglückselige Kombination. Wir versuchen in solchen Fällen zunächst das Kind zum Bleiben zu ermutigen. Wenn aber allerdings alle Bemühungen scheitern und das Bauchweh größer als der Fahnenmast wird, so lassen wir das Kind ganz pragmatisch von den Eltern abholen.

Erste Hilfe

Im Zeltlagerteam befindet sich eine Ärztin, die zumindest zeitweise anwesend ist. Für akute Notfälle steht eine professionelle medizinische Notfallausrüstung zur Verfügung. Andere „schwerwiegende” medizinische Probleme wie Schürfwunden, Prellungen, Verstauchungen, Nasenbluten, Ohrenweh, Zeckenbisse, Splitter in der Haut, Dreck im Auge u.ä. können wir in aller Regel vor Ort schnell behandeln. Sollte die Hilfe eines Krankenhauses dennoch einmal nötig sein, fahren wir mit dem Kind selbstverständlich dahin (war in all den Jahren erst zweimal nötig, um einen Fingerbruch per Röntgen bzw. eine Blinddarmentzündung auszuschließen). Das ist auch der Grund, weshalb wir darum bitten die Krankenkassenchipkarte den Kindern mitzugeben. Außerdem kann per Handy jederzeit der Rettungsdienst alarmiert werden, den wir allerdings Dank der Bewahrung Gottes noch nie benötigten.

§ Lagerregeln

Wie jede menschliche Gemeinschaft kommt auch ein Zeltlager nicht ohne Spielregeln aus. Die Grundlage unserer Regel fasst Jesus in der Bergpredigt zusammen: Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch ! (nachzulesen in Matthäus 7,12). Gegenseitige Achtung, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme sind nur einige Punkte, die in diesem Satz zum Ausdruck kommen. Zur gegenseitigen Achtung gehört für uns z.B. auch, dass die Essenszeiten gemeinsam mit einem Gebet begonnen werden, damit nicht die Ersten schon fertig sind, während die Letzten noch auf ihre Kelle warten müssen. Darüber hinaus gilt für die Kinder, dass sie die Autorität der MitarbeiterInnen respektieren und ihre Anweisungen beachten. Das dient der eigenen Sicherheit und dem ordnungsgemäßen Ablauf des Lagers. Wer meint, sich nicht an die Spielregeln halten zu müssen, braucht sich nur am Samstagabend die Sportschau anzuschauen. In jedem Fußballspiel gibt es einen Schiedsrichter, der bei Bedarf gelbe und rote Karten verteilt. Die gelben Karten dienen der Verwarnung, es passiert sonst nichts. Die roten Karten bedeuten im Fußball Spielausschluss. Bei uns bedeuten sie, dass die Empfänger einen Dienst für die Allgemeinheit leisten dürfen, wie Küchendienst, Lagerdienst oder Klodienst. Bis dato hat dieses einfache System im Fußball und auch bei uns sehr effektiv gearbeitet, will heißen, dass bis jetzt ernsthafte Disziplinschwierigkeiten die absolute Seltenheit waren. So konnten wir in all den Jahren auch bei etwas schwierigeren KandidatenInnen durch Gespräche und Einzelmaßnahmen verhindern, dass ein Kind wegen Disziplinproblemen nach Hause musste. Wir behalten uns aber das Recht vor, dieses letzte Mittel auch einzusetzen, wenn es sein müsste. Das sind wir allen Kindern und deren Schutz schuldig, die sich an die Spielregeln halten.

□ Finanzen

Der erhobene Teilnehmerbetrag deckt die laufenden Unkosten des Zeltlagers und ist für kleinere Materialanschaffungen gedacht. In den letzten Jahren wurden daneben die MitarbeiterInnen als Dankeschön auf Kosten der Lagerkasse zum Essen eingeladen (damit sie nächstes Jahr auch wieder dabei sind - ohne knurrenden Magen).

Für weitere Fragen und Beseitigung aller Klarheiten: info@cgdorfen.de

Verantwortlich für den Inhalt

Kai Braun